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Holztypen für den DIY-Möbelbau im Überblick

Hier findest Du einen Überblick der gängigsten Holzarten, die meist zum Standardsortiment eines Holzhandels oder Baumarkts gehören. Um einen Eindruck zu bekommen, wie die sich die Holztypen bei Deinem Möbelstück kombinieren lassen, kannst Du in unserem Online-Möbelplaner direkt kostenlos Dein nächstes Projekt in 3D planen.
Eigenschaften:
Preis
Nachhaltigkeit
Stabilität
Wandelbarkeit
Wetterbeständigkeit
Temperaturbeständigkeit
Akazie

Akazie

Das dunkle Holz der Akazie ist eines der robustesten weltweit. Durch die unregelmäßige Maserung und die vielen Astlöcher sind Möbel aus Akazienholz ein echter Hingucker.

Möbel aus Akazienholz wirken edel und rustikal und fügen sich somit optimal in den Landhausstil ein. Für Akazienholz sollte man sich entscheiden, wenn das Möbelstück eines für die Ewigkeit werden soll – das Holz ist zwar hochpreisig doch gleichzeitig sehr robust und langlebig. Gerade wenn Du darüber nachdenkst, ein Möbelstück für den Garten zu bauen, ist Akazie wegen seiner Witterungsbeständigkeit eine gute Wahl. Das Holz ist zudem weder anfällig für Insekten noch für Pilze. Damit Du viele Jahrzehnte Freude an deinem Akazien-Möbelstück hast, solltest Du es ölen oder lasieren.

Hinweise:

Akazienholz ist kein heimisches Holz und stammt häufig von Plantagen, die natürliche Wälder verdrängen und die Artenvielfalt bedrohen. Achte beim Kauf auf eine FSC-Zertifizierung, um sicherzugehen, dass das Holz nachhaltig angebaut wurde.

Möbel aus Akazienholz sind temperaturempfindlich. Bei Hitze ziehen sie sich zusammen und dehnen sich bei Kälte aus. Stelle Regale und Schränke aus Akazie deshalb nicht direkt neben Hitzequellen, wie Kamine oder Öfen.
Bambus

Bambus

Das leichte und trotzdem stabile Bambusholz verleiht Deinem Zuhause ein asiatisches Flair. Bambusholz ist derzeit nicht nur im Trend und als Leimholzplatte in fast jedem Baumarkt zu kaufen – es ist auch sehr nachhaltig!

Bambus ist ein schnell nachwachsender Rohstoff, der am Tag bis zu einem halben Meter wachsen kann. Streng genommen ist Bambus allerdings kein Holzgewächs, sondern verholztes Gras. Um die Leimholzplatten herzustellen, wird die Rinde von den Halmen entfernt, die Halme werden zu Lamellen geschnitten und dann verleimt. Die hellen, leicht gelblichen Platten zeichnen sich durch eine markante Maserung und die vielen Bambusknoten aus.

Kombiniert man die fein und geradlinig gemaserten Bambusplatten z.B. mit weiß lackiertem Multiplex entsteht ein modern, minimalistisches Möbelstück, das sehr stabil ist. Da Bambus witterungsbeständig ist, wird das Holz gerne zur Herstellung von Gartenmöbeln genutzt. Die verleimten Holzplatten sind zudem temperaturunempfindlich und können somit auch neben Wärmequellen oder in Räumen platziert werden, in denen häufiger Temperaturschwankungen auftreten.

Hinweise:

Bei Leimholzplatten aus Bambus sollte man auf die Qualität (mind. A/B) achten. Beim Verleimen der Füllung entstehen häufig Lücken in den mittleren Schichten, die erst auffallen, wenn das Holz zugeschnitten ist.

Je nachdem wie Deine Leimholzplatte zugeschnitten wird, werden die Lamellen in der Mitte der Platte längs oder quer geschnitten (s. Bild). Achte beim Zuschnitt darauf, dass die Frontteile Deines Möbelstücks immer in der gleichen Richtung aus der Leimholzplatten geschnitten werden, damit die Kanten einheitlich gemasert sind.

Bei großen Möbelstücken kann das Bambusholz wegen seiner engen Maserung aufdringlich wirken. Optisch auflockern kannst Du Dein Möbelstück, indem du es mit hell lackierten Materialien kombinierst.
Birke

Birke

Das helle Birkenholz fällt durch seine gleichmäßige Maserung auf. Vor allem zum Bau von kleinen Schränken oder Regalen, die wenig Gewicht tragen, eignet sich das günstige Holz bestens.

Birkenholz ist eines der preisgünstigsten Hölzer, die Du zum Möbelbau verwenden kannst. Gerade wenn Du planst Dein Möbelstück farbig zu lasieren oder zu beizen eignet sich das helle Holz ideal. Für Außenmöbel ist Birkenholz nicht gut geeignet. Zwar ist das Holz relativ wasserfest, wird aber auch gerne von Insekten angefressen.

Hinweise:

Birkenholz ist zwar sehr hart, aber nicht besonders stabil. Bei hoher Belastung wird es schnell rissig. Du solltest daher darauf achten, Birkenholz nur dann für Dein Möbelstück zu verwenden, wenn es nicht schwer beladen wird. Wenn die Maserung des Birkenholzes es Dir angetan hat, kannst Du alternativ auch auf Birken-Multiplex Platten zurückgreifen. Die Oberfläche dieser Platten zeigt die typische Birkenmaserung und das mehrschichtige Leimen gibt der Platte zusätzliche Stabilität.
Buche

Buche

Möbel aus Buchenholz waren ein Klassiker in den 70er Jahren und verleihen Deiner Wohnung Retro-Charme. Das robuste, rötliche Holz lässt Räume direkt gemütlich erscheinen.

Das heimische Buchenholz ist im mittleren Preissegment angesiedelt und eine gute Wahl, wenn es darum geht stabile und langlebige Möbel zu bauen. Vor allem für stark beanspruchte Oberflächen wird Buchenholz gerne verwendet. Das Holz der Buche ist nicht nur robust, sondern auch sehr flexibel. So werden häufig auch Lattenroste oder Stühle aus Buche hergestellt. Ein populäres Beispiel ist der Wiener Kaffeehaus-Stuhl der Mitte des 19. Jahrhunderts von Michael Thonet entworfen wurde. Thonet entwickelte ein Verfahren, mit welchem er Buchenholz unter dem Einfluss von Dampf und Leimwasser biegsam machen konnte und so den geschwungenen Design-Klassiker fertigen konnte.

Der Stamm der Buche ist meist Ast frei, was für ein gleichmäßige Maserung mit wenigen Astlöchern sorgt.

Hinweise:

Buchenholz ist sehr temperaturempfindlich und verzieht sich leicht, wenn es unmittelbar neben Wärmequellen platziert wird. Auch in Räumen mit stark schwankenden Temperaturen sollten Buchenmöbel nicht platziert werden.

Die intensive Farbe des Buchenholzes verblasst bei UV-Einstrahlung.
Eiche

Eiche

Rustikale Eichenmöbel sind Sinnbild für den klassischen Landhausstil. Das Holz der Eiche ist das robusteste heimische Holz, welches im Baumarkt zu finden ist.

Wegen seiner Härte und Tragkraft wurde Eichenholz schon zum Bau von Fachwerkhäusern verwendet und auch Wein-, Sherry- und Whiskey-Fässer werden meist aus Eichenholz gefertigt. Planst Du also ein stark genutztes Möbelstück zu bauen, lohnt es sich ein paar Euro mehr zu investieren und Eichenholz zu kaufen. Das Holz der Eiche gehört zudem zu den wenigen Hölzern, die temperaturunempfindlich sind. Ein Eichenschrank verzieht sich demnach kaum, wenn er beispielsweise in der Nähe eines Kamins oder einer anderen Wärmequelle platziert wird. Obendrein ist die robuste Eiche auch witterungsbeständig und kann auch für den Bau von Außenmöbeln genutzt werden.

Eichenholz erkennst Du an den stark ausgeprägten, dunklen Jahresringen, die sich gleichmäßig durch das Holz ziehen. Obwohl das Holz nicht allzu hell ist, eignet es sich gut zum Beizen oder Lasieren.

Hinweise:

Eichenholz enthält Gerbsäuren, die dazu führen können, dass verarbeitete Metalle, wie Nägel und Schrauben, oxidieren und somit das Holz verfärben.

Obwohl das Holz sehr robust ist, bildet es ab und zu Risse.
Fichte

Fichte

Möbel aus Fichtenholz gehören zum Skandi-Stil, wie die Elchwurst zu Schweden. Das helle Holz mit seiner geradlinigen Maserung ist weich, flexibel und trotzdem relativ stabil. Die Fichte eignet sich nicht nur als wohlriechender Weihnachtsbaum im Wohnzimmer, sondern auch wunderbar zum Möbelbau. Das Holz des Nadelbaumes ist leicht zu verarbeiten und ermöglicht es Dir, ein modernes und vor allem individuelles Möbelstück für wenig Geld zu bauen. Die helle, leicht gelbliche Farbe des Holzes, ist ideal zum Lasieren oder Beizen geeignet – wenn Du Dir farbige Akzente auf Deinem Möbelstück wünschst, ist Fichtenholz also eine gute Option. Neben der geradlinigen Maserung sind auch die feinen dunklen Astlöcher charakteristisch für das Fichtenholz.

Hinweise:

Zwar ist Fichtenholz ein schnell nachwachsender Rohstoff, doch gerade bei importiertem Holz sollte auf eine Zertifizierung, zum Beispiel eine FSC-Zertifizierung, geachtet werden. So kannst Du sicherstellen, dass Dein Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt.

Achte beim Kauf von Fichtenholz darauf, dass die Massivholzplatte möglichst wenig Astlöcher und Harztaschen aufweist. Je weniger Astlöcher vorhanden sind, desto stabiler ist das Holz für Dein Möbelstück.

Das Holz ist temperaturempfindlich. Wenn Du ein Möbelstück aus Fichtenholz baust, sollte es nicht direkt neben einer Wärmequelle, wie einem Kamin oder einem Ofen, platziert werden.

Fichtenholz dunkelt bei UV-Einstrahlung nach.
Kiefer

Kiefer

Kiefernholz ist ähnlich wie Fichtenholz perfekt für den Bau von günstigen Möbelstücken im Skandi-Look. Das Holz ist wegen seiner hellen Farbe ein guter Anstrichträger, kann gebeizt oder lasiert werden und ist sehr individuell gestaltbar.

Kiefernplatten erkennt man an den dunklen Jahresringen, die das Holz gleichmäßig marmorieren und einen schönen Kontrast zu dem hellen Holz darstellen. Genau wie Fichtenholz ist Kiefer sehr flexibel doch die Tragkraft des Holzes ist begrenzt. Du solltest nur Möbelstücke aus Kiefernholz bauen, die nicht zu schwer belastet werden und darauf achten, dass Dein Schrank oder Regal ausreichend stabilisiert wird. Für den Außenbereich ist Kiefernholz nicht geeignet, da es nicht witterungsbeständig und temperaturempfindlich ist. Für Gartenmöbel solltest Du daher eher auf Eichenholz zurückgreifen.

Kiefernholz ist ein schnell nachwachsender Rohstoff, dass häufig aus heimischen Wäldern stammt. Achte beim Kauf auf eine Zertifizierung (z.B. FSC), dann ist die Verwendung des Holzes ökologisch unbedenklich.

Hinweise:

Kiefernholz kann harzen! Achte beim Kauf darauf, dass Deine Platten möglichst wenig Astlöcher und Harztaschen enthalten. Das erhöht auch die Stabilität.

Bei UV-Einstrahlung kann sich die Farbe des Kiefernholzes verändern.
Walnuss

Walnuss

Das Holz vom Walnussbaum ist eines der edelsten heimischen Hölzer. Die stark ausgeprägte Maserung des dunklen Holzes wirkt ungleichmäßig und lebendig. Das edle Holz ist robust und verformt kaum.

Das harte Walnussholz ist zwar teuer, dafür aber sehr stabil und langlebig. Es verzieht sich nicht, wenn es neben Wärmequellen platziert wird und kann schwer beladen werden. Möchtest Du beispielsweise ein Bücherregal bauen, das neben Deinem Kamin stehen soll, lohnt es sich in Walnussholz zu investieren. Auch optisch fällt das braun-schwarze, matte Holz auf – Möbel aus Walnussholz sehen edel und hochwertig aus. Du kannst das Holz entweder polieren oder mattieren.

Das heimische Edelholz ist eine nachhaltige Alternative zur Verwendung von seltenen Tropenhölzern, die häufig illegal abgeholzt werden. Die Eigenschaften von Walnussholz ähneln beispielsweise denen von Teak- oder Mahagoniholz, die man eher meiden sollte.

Walnussholz ist nicht witterungsbeständig. Wenn Deine Möbel aus Walnussholz draußen stehen werden, muss das Holz gut behandelt werden, damit Du lange etwas davon hast.

Hinweise:

Wie auch Eichenholz enthält Walnussholz Gerbsäuren. Metalle, die mit dem Holz in Berührung kommen, zum Beispiel Nägel oder Schrauben, können oxidieren und das umliegende Holz unschön verfärben.
MDF-Platte

MDF-Platte

Mitteldichte Faserplatten werden vor allem als Trägerplatten bei Laminat genutzt, erhalten nun aber auch Einzug in den Möbelbau. Die gleichmäßigen und geraden Fronten eignen sich optimal zum Lackieren und werden für die Herstellung von Möbelfronten geschätzt.

In Europa werden MDF-Platten hauptsächlich aus Nadelhölzern wie Fichten oder Tannen hergestellt. Das Holz wird zu Hackschnitzeln zerkleinert, eingeweicht und zu feinen Holzfasern weiterverarbeitet. Die Fasern werden im Anschluss daran mit Kunstharzkleber vermischt und unter hohem Druck zu schweren Platten gepresst.

MDF-Platten kannst Du entweder selber lackieren oder bereits vollständig durchgefärbt im Holzhandel kaufen. Als farbiger Akzent für Dein Möbelstück, beispielsweise als Einlegeboden, Tür- oder Schubladenfront, sind MDF Platten ideal.

Hinweise:

Achte beim Kauf von MDF-Platten auf die Härte. Sind die Platten nicht ausreichend stabilisiert, hängen sie schnell durch. Beim Verschrauben und Dübeln können MDF-Platten außerdem ausreißen. Wir empfehlen Dir deshalb, MDF-Platten nur als ein Element Deines Möbelstücks zu nutzen und nicht den gesamten Korpus aus MDF zu bauen, auch wenn das Material sehr preisgünstig ist. MDF-Platten quellen auf, wenn sie feucht werden. MDF-Platten sollten daher behandelt werden, wenn sie mit Feuchtigkeit in Berührung kommen können. In direkter Umgebung von Spül- oder Waschbecken sollte MDF besser nicht zum Einsatz kommen.
Multiplex

Multiplex

Charakteristisch für Multiplex-Platten sind die geschichteten Mittellagen. Eine Multiplex-Platte besteht aus mindestens fünf Lagen und ist daher äußerst stabil. Die Oberflächen sind häufig bereits farbig lackiert oder zeigen die natürliche Maserung des Holzes aus dem die Platte hergestellt wurde.

Meist bestehen Multiplex-Platten aus Birkenholz. Bei der Herstellung werden die Mittellagen querverleimt und zusammengepresst. Die Auswahl an unterschiedlichen Platten ist groß – sieh Dir an, wie viele Lagen und welche Dicke die Platten für Dein Möbelstück haben sollen. Vor allem mit bereits weiß lackierten Multiplex-Platten lassen sich moderne und minimalistische Möbelstücke bauen, die auch gut mit anderen Vollhölzern kombiniert werden können. Naturbelassene Oberflächen lassen sich individuell gestalten.

Der Vorteil an Multiplex-Platten ist, dass sie zum einen relativ günstig, zum anderen auch sehr stabil sind. Das Material verzieht sich zudem bei schwankenden Temperaturen kaum und ist somit ein echter Allrounder.

Hinweise:

Multiplex-Platten müssen behandelt werden, wenn sie für den Außenbereich verwendet werden sollen. Sie sind nicht wasserfest und witterungsbeständig.